| 
Das Burgenland ist das östlichste Bundesland Österreichs.
Nach Wien und Vorarlberg ist es mit 4000 m² die drittkleinste
Region. Im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern Österreichs
ist das Burgenland ziemlich flach. Die höchste Erhebung ist
der Geschriebenstein mit 884 Metern. Der Süden des Landes
zählt zu den östlichen Alpenausläufern und ist
sehr waldreich. Im Osten dagegen dehnt sich eine weite Tiefebene
aus, die sich bis nach Ungarn hinein ausbreitet. Neben Ungarn
teilt sich das Burgenland seine Grenze mit Slowenien, der Slowakei
und den österreichischen Bundesländern Steiermark und
Niederösterreich.
Wie überall in Österreich wird auch im Burgenland die
Tradition groß geschrieben wobei allerdings ungarischer
Einfluss unübersehbar ist. Er gibt dem burgenländischen
Leben einen südlichen Charme, der sich in Trachten und vor
allem in der Musik deutlich macht. Eine Augenweide versprechen
die ungarischen Zigeunertänze, die auf Dorffesten regelmäßig
vorgeführt werden. Hinzu kommen alte österreichische
Handwerkstraditionen wie Töpfern, Blaudrucke, Schmuckherstellung
und Stickerei.
Auch wenn das Burgenland nicht über die österreichisch
typischen Skigebiete verfügt, so kann es mit sportlichen
Highlights aufwarten. Mit seinen weiten Ebenen und sanften Hügeln
ist die Region ein Paradies für Radfahrer, Wanderer und Reiter.
Und das bei einem außergewöhnlich milden Klima: Im
Sommer ist es nicht zu heiß, und im Winter nicht zu frostig.
Die Sonne ist regelmäßiger Gast im Burgenland - 2000
Stunden scheint sie im Jahr, kommt an über 300 Tagen zu Besuch!
Pedalritter haben es im Burgenland so richtig gut. 1000 Kilometer
einheitlich beschilderte Radwege stehen zur Verfügung. Viele
der Wege sind eben oder weisen nur kleine Steigungen auf, sodass
auch untrainierte ihre Freude daran haben werden, das Burgenland
per Fahrrad zu erkundschaften. Allerdings fällt es nicht
leicht sich unter den unzähligen Themenradwegen zu entscheiden:
Kulturradweg, Kirschblütenradweg, Rotweinradweg, Apfelradweg,
Neusiedlerseeradweg... Neben landschaftlichen Schönheiten
werden auf den Wegen die jeweiligen Themen erklärt und näher
gebracht. Alle Wege sind so angelegt das auch Familien wunderbare
Ausflüge per Rad unternehmen können. Die Schautafeln
sind in einer verständlichen Sprache dargestellt, so das
auch Kids keine Probleme haben alles zu verstehen. Die richtige
Pflege für Rad und Radler bekommt man von den „Radlwirten“.
Sie stehen bei Reparaturen mit Rat und Tat zur Seite, sorgen für
den Transport der Räder, geben Tipps und bieten Speisen und
Getränke an, die speziell auf die Bedürfnisse der Radler
abgestimmt sind. Hotels und Pensionen heißen am Abend müde
Pedalritter mit kulinarischen Genüssen willkommen und geben
so die Möglichkeit Energie, für den nächsten Ausflug
zu sammeln. Viele der Radwege sind durchgehend asphaltiert und
eignen sich so ebenfalls für Skater, die sich nicht nur in
der Halfpipe vergnügen wollen. Gut gerüstet mit Knie-Armschoner
und Helm wird so ein ganz neues sportliches Gefühl geweckt.
Außerdem gibt es noch die „Rolling-Area“ an
der Sonnentherme Lutzmannsburg, wo weitere 20 Kilometer verschiedener
Bahnen auf die Skater jeden Alters warten. Für jeden Schwierigkeitsgrad
ist der richtige Weg vorhanden, so dass auch Anfänger sich
von der Faszination Inline-Skaten anstecken lassen können.
Half-Pipes und Röhren sind natürlich in jedem der zahlreichen
In-und Outdoorzentren zu finden.
Für Wanderer ist Natur pur angesagt! Ob gemütlicher
Spaziergang im herrlichen Sonnenschein, oder eine Wanderung per
Weitwanderweg: das Angebot ist überwältigend. Auch hier
laden die verschiedensten Themenwege jung und alt zum Entdecken
ein. Zusätzlich zu Themenwegen gibt es spezielle Lehrpfade,
die nicht nur den Kleinen interessante Dinge über die Natur
vermitteln.
Ein besonderes Abenteuer bietet das Burgenland reitbegeisterten
Menschen jeden Alters. Ein Reitwegenetz von 150 Kilometer Länge
stehen Reiter und Pferd im Nationalpark Neusiedler See Seewinkel
zur Verfügung. Durch die einheitliche und durchgehende Markierung
fällt die Orientierung sehr leicht. Vor allem Frühling
und Herbst sind für Mensch und Tier wegen des milden Klimas
sehr angenehm. Neben Flora und Fauna hat man die Möglichkeit,
sich das Heimatmuseum Mönchshof oder das barocke Schloss
Halbturn anzuschauen. Wie für Radfahrer und Wanderer werden
auch für Reiter und Pferd besondere Reitraststellen, Reitherbergen
oder Höfe angeboten, an denen Mensch und Tier neue Kraft
tanken können. Das gesamte Reitnetz ist auch für Kutschen
zugänglich.
Das gesamte Burgenland ist eine Region für Genießer,
Entdecker und Ruheliebende und bietet auch kulinarisch eine große
Vielfalt. Deftige bodenständige Gerichte in den typischen
österreichischen Wirtshäusern, pikante Speisen mit ungarischem
Einfluss sowie Fisch in allen Variationen. Die Kreativität
der Köche überrascht. Traditionelle Gerichte mit Pfiff
sorgen für wahre Gaumenfreuden. Wichtig ist den Burgenländer
Gastronomen das richtige Ambiente. Schattige und gemütliche
Hinterhöfe mit Weinranken, helle Wintergärten, offene
Kamine gemischt mit Farben und der besonderen Note der Einrichtung
machen es den Besuchern richtig angenehm. Für die Kids werden
separate Menükarten gereicht, die auf Kindergaumen abgestimmt
sind und mit einer unglaublichen Abwechslung aufwarten.
Zum Essen wird natürlich regionaler Wein gereicht. Die Kellner
und Kellnerinnen sind Kenner dieser edlen und leckeren Tropfen
und beraten ausführlich.
Nördliches Burgenland
Das nördliche Burgenland ist jener Teil der Region, in der
am „meisten“ los ist. Der Großteil des Neusiedler
Sees und ein Weinanbaugebiet befinden sich hier. Geprägt
wird der Nordteil allerdings vom Neusiedler See. Er ist der einzige
Steppensee Mitteleuropas. Bei einer Länge von 35 Kilometern
und 5-15 Kilometer Breite verfügt er nur über eine Tiefe
von 1-1,8 Metern. Im Sommer erwärmt er sich schnell auf bis
zu 25 Grad und eignet sich daher hervorragend zum Plantschen und
Baden. Der Uferrand wird von einem breiten Schilfgürtel umzogen,
der Heimat 250 verschiedener Vogelarten ist. Tiere und Pflanzen
stehen größtenteils unter Naturschutz. Trotz des Schilfs
gibt es entlang des Sees schöne Strandbäder, an denen
so richtig gefaulenzt werden kann. Seit 2001 ist der Neusiedler
See Weltkulturerbe der UNESCO.
Regelmäßige Winde machen den See zum Paradies für
Segler und Surfer. Ob auf dem eigenen Brett, oder einem geliehenen,
Spaß ist garantiert. Tret-Motor- und Elektroboote können
ebenfalls gemietet werden und fachkundige Lehrer helfen Landratten,
ordentliche Hobbykapitäne zu werden.
Ein Highlight ist der 138 Kilometer lange Neusiedler-See-Radweg.
Vorbei an malerischen Orten, an Kultur und über ungarisches
Gebiet hat man so die Möglichkeit das Gewässer zu umrunden
und einzigartige Naturbeobachtungen zu unternehmen. Alternativ
kann man gleich den direkten Weg über das Wasser mit einem
der Rundfahrtschiffe buchen oder man erklimmt eines der Linienschiffe,
und fährt einfach von Österreich nach Ungarn um dort
seinen Weg zu Fuß weiter zu gehen. Auf östlichen Seite
des Neusiedler Sees erwartet der Nationalpark „Neusiedler
See Seewinkel“. Eine Fülle markierter Wanderwege säumen
den Nationalpark und geben die Möglichkeit, unverfälschte
Natur kennen zu lernen.
Die Orte am Neusiedler See haben ein eigenes Flair. Ein wenig
mediterran, ein wenig urig und richtig dolle gemütlich. Der
Weinanbauort Rust zum Beispiel verfügt über zahlreiche
gut erhaltene Bürgerhäuser der Renaissance und Barock.
Zudem begegnet man in Rust einer unglaublichen Storchenliebe.
Im Frühling werden die vielen Roste, die sich auf unzähligen
Häusern befinden, ausgebessert. Die Störche finden in
jedem Jahr hervorragende Möglichkeiten zu nisten vor. Zusätzlich
wurde ein Storchenschutzprogramm entwickelt, welches den Störchen
optimale Lebensbedingungen geben soll.
Eines der großen Weinanbaugebiete des Burgenlandes befindet
sich rund um den Neusiedler See. Das milde Klima in dieser Region
sorgt für einen Wein mit hohem Qualitätsniveau. Besonders
im Herbst, zur Traubenlese werden Weinliebhaber aus der ganzen
Welt erwartet. Die österreichische Weinakademie befindet
sich zudem in Rust und bietet die Möglichkeit an Weinproben
oder sogar an Weinseminaren teilzunehmen.
Neusiedl am See ist ein kleiner aber feiner Ort. Von dort aus
hat man die Möglichkeit per Bus in die österreichische
Hauptstadt Wien zu fahren. Die Fahrt dauert nur etwa eine Stunde,
und führt durch eine herrliche und abwechslungsreiche Landschaft.
Neusiedl selber verfügt über schöne Badestrände,
Bootsanleger und Wassersportschulen. Um den Lebensraum Neusiedler
See kennen zu lernen sei ein Besuch des Seemuseumempfohlen. In
Natura und anhand von Schautafeln wird der Neusiedler See dem
Besucher vorgestellt.
Mittelburgenland
Das mittlere Burgenland wird von bewaldeten Hügeln, sanften
Hügelwellen und Weinbergen geprägt. Es zieht sich bis
in das Günser Gebirge. Dominierend in dieser Region ist vor
allem der Weinbau. Die Weinbauern haben sich der edlen Rotweinsorte
„Blaufränkisch“ gewidmet, der auf einer Fläche
von 2000 ha angebaut wird. Begünstigt durch das milde Klima
und die lehmigen Böden reifen die Trauben heran. Schon seit
der Zeit der Kelten ist der Weinbau Tradition in dieser Gegend
und trotz diverser Rückschläge, wie Reblausplagen, ist
dieser Landwirtschaftliche Zweig erhalten geblieben. Die Blaufränkisch-Rebe
wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts in der Region angebaut.
Dem Verband Blaufränkisch gehören alle Weinbauern der
Region an. Hohe Qualität, Herkunft und spezielles Know-how
setzt der Verband voraus. Der Wein ist tiefdunkel und außerordentlich
fruchtig. Seine höchste Qualität zeigt der Wein allerdings
erst im Alter!
Überall im Mittelburgenland gibt es die Möglichkeit
an Weinproben teilzunehmen. Ob direkt bei den Weingütern
oder in sogenannten „Ortsvinotheken“: die Angebotspalette
der Gelegenheiten ist enorm.
Natürlich kann man seinen Lieblingswein direkt ab Hof kaufen.
Ein Highlight ist die Wanderstrecke durch den Rotweinlehrpfad,
auf dem anhand von Tafeln und Weingärten der Gang der Traube
bis zum Wein erklärt wird.
Für Kulturbegeisterte hat das Mittelburgenland ebenfalls
ein paar Leckerbissen parat. Das Geburtshaus des Pianisten und
Komponisten Franz Liszt in Raidling ist als Museum zugänglich
gemacht worden. Sein Leben wird anhand von Fotos, Notenmaterial
und Ausstellungsstücken näher gebracht.
Besichtigen kann man auch die Burg Lockenhaus. Es ist die älteste
Ritterburg Österreichs, und sie liegt eingebettet im Günser
Gebirge. Nicht nur für Kinder ein äußerst spannender
Besuch. Auch übernachten lässt sich an dieser geschichtsträchtigen
Stätte. Nebenbei laden Veranstaltungen wie Konzerte, Ausstellungen,
Theateraufführungen und Raubrittermahle in der Ritterburg
ein.
Während Burgbesuchs hat man die Möglichkeit, an Bogenschützenwettbewerben
und Greifvogelschauen teilzunehmen, oder im Burgsee ins kühle
Nass zu tauchen. Ein Erlebnis auf der ganzen Linie.
Für Verliebte steht der Rittersaal mit Kapelle zur Verfügung
um sich in den mittelalterlichen Gemäuern das Ja-Wort zu
geben. Selbst die Hochzeitsuite ist in stilvollen Burgzimmern
untergebracht. Das historische Ambiente sorgt am schönsten
Tag des Lebens für zusätzliche Freude.
Eine weitere bedeutende Burg des Landes befindet sich bei Matterburg:
Die Burg Forchenstein. Im 14. Jahrhundert erbaut und 200 Jahre
später zur Festung umgebaut, befindet sich bis heute in einem
hervorragenden Zustand. In ihren Gewölben kann man die größte
Waffensammlung Europas bewundern und die Rüstungskammer entdecken.
Eisenstadt ist die Hauptstadt des Burgenlandes und eher gemütlicher
Natur. Mit 11 000 Einwohner darf sich der Ort „kleinste
Hauptstadt Österreichs“ nennen. Trotz seiner geringen
Größe hat Eisenstadt eine Menge zu bieten. Das Schloss
Esterházy ist das dominierende Bauwerk des Ortes. Ursprünglich
war es eine mittelalterliche Burg die in der Zeit 1663 bis 1672
allerdings barock verändert wurde. Innerhalb der Gemäuer
befindet sich der Haydnsaal, in dem der Komponist zahlreiche seiner
Werke aufgeführt hat. In den Sälen finden zudem regelmäßige
Ausstellungen statt. Mehr als 30 Jahre hat Joseph Haydn in Eisenstadt
gelebt, gearbeitet und komponiert. Sein Wohnhaus dient heute als
Haydnmuseum und sein Grab ist in der Bergkirche. Nach der kulturellen
Entdeckungstour sollte eine kleine Bummeltour durch die Eisenstädter
Altstadt nicht fehlen. Gemütliche Lokale laden müde
Touristen ein, auf ein Gläschen Wein zu verweilen.
Für Naturliebhaber gibt es im Naturpark „Geschriebenstein-Irottkö“
ein Paradies zu entdecken. Der Geschriebenstein ist mit 884 Metern
die höchste Erhebung im Burgenland. Er befindet sich in einem
der größten Waldgebiete Ostösterreichs. Durch
die Überschneidung verschiedener Klimazonen findet man eine
enorm reichhaltige Flora und Fauna vor.
Für Wanderer und Entdecker ist der Naturpark ein Eldorado.
100 Kilometer Wanderwege auf österreichischer Seite sowie
ein zusätzliches Gebiet von 4500 ha auf der ungarischen Seite
wollen entdeckt werden. Zahlreiche Lehrpfade mit interessanten
Themen zeigen das Leben in verschiedenen Bereichen im Naturpark
auf. Der Burgenländische Jagdlehrpfad erklärt die Arbeit
im Wald und wird anhand von Hochständen, Ansitzen und Futterkrippen
lebendig gemacht. Hinzu kommen Walderlebnispfad und das Kulturwäldchen.
Auch für Kinder ein Riesenspaß. Nicht nur die Schautafeln
sind alle verständlich gestaltet, sondern auch Balancier-
und Spielgeräte säumen die Wege.
Der Klettergarten im Steinbruch verfügt über eine Wandhöhe
von 45 Metern, und lädt Kinder und Jugendliche ein, sich
ein wenig sportlich zu betätigen. Verschiedene Schwierigkeitsgrade
sorgen dafür, dass jeder mitmachen kann.
Wer den ungarischen Teil des Naturparks kennen lernen möchte,
der hat auf Wanderwegen die beste Möglichkeit. Dank der guten
Zusammenarbeit der Gemeinden kann ein breites Angebot offeriert
werden. Köszeg, Cák und Velem sind ungarische Orte,
die über interessante Sehenswürdigkeiten verfügen.
Informationsstellen stehen auch hier den Besucher mit Rat und
Tat zur Seite.
Sollte vielleicht einmal das Wetter nicht so richtig mitspielen
dann ist ein Besuch in der Sonnentherme Lutzmannsburg angesagt.
Für Familien ein großer Erlebnisbereich angelegt worden,
in dem sich die Kleinen auf Riesenrutschen vergnügen, während
Mama und Papa relaxen. Selbst für die ganz Kleinen gibt es
ein großes Angebot. Babyrinne für gefahrloses Plantschen,
Minibecken sowie Wickeltische, Hochstühle und Babymenüs
machen den Aufenthalt für Kind und Mutter zum „Kinderspiel“.
Die Sonnentherme lockt aber auch mit Angeboten für die Größeren.
Saunadorf mit unterschiedlichen Arten des Saunen empfangen den
müden Körper. Je nach Bedürfnis können Aromadampfbad,
Lichtsauna, Kräutersauna, finnische Innen- und Außensaunen
und diverse Sprudelbecken ausprobiert werden. Der Körper
wird es mit einem Energieschub danken. Angebote für Body
und Soul verfeinern den Aufenthalt. Aquafitness wird großgeschrieben
in der Sonnentherme. Bewegung im Wasser bedeutet gelenkschonende
Fitness. Viele Sportarten können eben nicht nur an Land sondern
auch im Wasser betrieben werden, und sorgen so für viel Bewegung.
Südliches Burgenland
Langgestreckte Höhenzüge, breite Täler und große
Ebenen prägen den Charakter des südlichsten Teil des
Burgenlandes. Dunkelgrünes bewaldetes Hügelland zieht
sich durch die Region. Hier befinden sich die Alpenausläufer,
wodurch gute Langlaufmöglichkeiten vorgefunden werden. Zugleich
ist es jener Teil des Burgenlandes in dem die wenigsten Einflüsse
aus Ungarn und Slowenien feststellbar sind und satt dessen die
unmittelbare Nähe zur Steiermark ganz deutlich sichtbar und
auch spürbar ist. Die Bauart der Häuser beispielsweise
erinnert stark an die österreichische Art. Das Gebiet ist
dünn besiedelt und verfügt quasi über kaum ein
größeres Dorf. Wahre Paradiese lassen sich in dieser
Region entdecken. Paradiese der Ruhe, der Stille und der Gastfreundschaft.
Ist das Burgenland selber noch ein Geheimtipp, so ist sein südlicher
Teil eine echte Geheimecke.
In den Weiten der Wälder lässt sich hervorragend wandern,
beobachten und entdecken. Im Schatten der Bäume merkt man
kaum, wie viel Kilometer man zurückgelegt hat. Klare Bäche,
die überall den Weg kreuzen, sorgen an heißen Tagen
für Erfrischung. Grenzüberschreitende Wanderwege sind
allerdings auch hier zu finden. Für Weitwanderungen gibt
es Touren bis nach Rust oder durch das Dreistaateneck „Österreich-Ungarn-Slowenien“.
Alle Wege sind markiert und bieten landschaftliche Abwechslung.
Familien sollten sich die Westernstadt „Lucky Town“
in Großpersdorf nicht entgehen lassen. Old Shatterhand,
Winnetou, sie alle können in natura bewundern werden. Dazu
gibt es Wildwestern Flair mit Saloon, Goldwaschen, Pferdekutschen...
Man wird nicht bemerken, dass man sich mitten in Österreich
aufhält!
Ebenfalls in Großpersdorf befindet sich der „Lebende
Märchenwald“. Von der nostalgischen Dampfeisenbahn
aus, die eigentlich schon Abenteuer genug ist, kann man Max und
Moritz, Pinoccio und all den anderen Märchengestalten zuwinken.
Ein Erlebnis, welches gerade bei den Kleinen einen großen
Eindruck hinterlassen wird.
Nach einem Tag an der frischen Luft wird eine Einkehr in eines
der vielen urigen Wirtshäuser ein krönender Abschluss
sein. Unter dem Namen „Schmanklwirte“ haben sich Gastronomen
der Region zusammen getan. Sie bieten den Gästen bodenständige,
traditionelle Kost der Gegend an, die sie mit Feingefühl
den modernen Essgewohnheiten angepasst haben. Aus frischen Produkten
und Spezialitäten aus dem Südburgenländischem Raum
wie Wild, Gans, Spargel und Kürbis werden einmalige Gerichte
gezaubert. Ob Braten mit exotisch-traditionellem Geschmack oder
Kürbisgemüse - die Kreativität der Köche verspricht
tolle Geschmacksüberraschungen.
Als Getränk wird auch in dieser Region vorwiegend Wein gereicht.
Weißburgunder, grüner Veltinger, Neuburger, Müller-Thurgau
oder der bekannte Blaufränkische - die Auswahl an Spitzenweinen
ist enorm.
Auch das Südliche Burgenland hat seine Weinspezialität.
Der „Uhudler“, eine Art wilder Wein, wird überall
in der Region angeboten und sollte unbedingt probiert werden.
Andere Spezialitäten sind die feurigen Obstschnäpse,
die vielerorts „ab Hof“ verköstigt und gekauft
werden können. Mandel- Pfirsich- oder Aprikosenschnäpse
zeugen von dem südlichen Einfluss in diesem Lande.
|