|
Die Lausitz erstreckt sich östlich an der polnischen Grenze
über die Bundesländer Brandenburg und Sachsen. Nordöstlich
von Berlin bis zur tschechischen Grenze breitet sich der Landstrich
aus. Eine abwechslungsreiche Landschaft, Tradition und Gastfreundschaft
sind die Markenzeichen der Region. Die Lausitz ist von dem Massentourismus
bis heute verschont geblieben. Individualisten finden eine attraktive
Urlaubsregion zur persönlichen Entfaltung vor. Außerdem
bietet sich die Lausitz als Ausgangspunkt für Tagesausflüge
nach Polen (und hier besonders die hübsche Stadt Breslau)
oder nach Tschechien geradezu an. Eingebettet in das "Dreiländereck"
gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich über die Grenzen
hinaus zu begeben.
Mit einer Größe von 500km² verzaubert der Spreewald
durch eine einzigartige Wasserlandschaft mit unzähligen kleinen
Flüsschen und Wasserläufen. Entdecken lässt sich
das grüne Paradies per Paddelboot, Kanu oder Lausitzer Kahn.
Besonders beliebt ist die grüne Oase bei den Bewohnern Berlins,
die an schönen Wochenenden gerne einen Ausflug in das Gebiet
unternehmen.
Eine Spezialität die über die Grenzen hinaus bekannt
ist, sind die sauren Gurken nach "Spreewälder Art".
Eingeführt im 16. Jahrhundert von einem niederländischen
Tuchweber, gibt es sie heute an jeder Ecke des Spreewaldes zu
probieren und zu kaufen.
Im Dahmeland, rund 60 Kilometer südlich von Berlin gelegen,
laden zahlreiche Seen auf bzw. in denen wunderbar gesurft, gesegelt,
gebadet und getaucht werden kann. Dazu gibt es tolle Wanderrouten
entlang der Gewässer, in Heide- und Teichlandschaften, in
Mischwäldern oder ganz kulturell vorbei an Kirchen und Schlössern.
Die Auswahl der Ausflüge lässt viel Kreativität
zu und bringt Freude ins Wanderherz.
Die Lausitz ist die Heimat der Sorben. Sie zählen neben
den Friesen und den dänischen Schleswigern zu den anerkannten
ethnischen Minderheiten in Deutschland. Knapp 60.000 Sorben leben
in der Lausitz und sorgen mit viel Liebe zum Detail dafür,
dass ihre Tradition vielerorts erhalten bleibt. Ebenso wird die
sorbische Sprache in der Lausitz gefördert. Die Straßen-
und Ortsschilder präsentieren sich in der Region zweisprachig!
Die Niederlausitz, in der Gegend um Senftenberg, Finsterwalde,
Lauchhammer und Spremberg ist geprägt vom Braunkohlebergbau.
In Senftenberg hat man im Jahre 1967, als dort der Tagebau eingestellt
wurde, die Gruben in ein einmaliges Badeparadies umgewandelt.
Der "Senftenberger See" versprüht heute mediterranes
Schwimmvergnügen. Mit 11 km Strand und einer Größe
von 1300 ha ist er ein beliebtes Ausflugsziel der Region.
Die Lausitz lockt aber nicht nur mit einmaligen Landschaften
und Freizeitangeboten, sondern auch mit märchenhaften Dörfern
und Städten. Die östliche Stadt Deutschland, Görlitz,
ist eine absolute Perle in der niederschlesischen Oberlausitz.
Kaum beschädigt im zweiten Weltkrieg künden die Renaissancebauten
stolz von vergangener Pracht. Absoluter Höhepunkt bei einem
Bummel durch Görlitz ist der Besuch des Untermarktes. Das
mittelalterliche Herz der niederschlesischen Metropole schlug
einst jener Stelle, und mit ein wenig Aufmerksamkeit kann man
es auch heute noch dort hören und fühlen. Zu sehen ist
es in seiner ganzen Schönheit in einem rundum Blick. Das
restaurierte Rathaus sowie die Görlitzer Kaufmannshäuser
strahlt die Besucher regelrecht an.
Ein weiterer Städtetipp in der Oberlausitz ist die tausendjährige
Stadt Bautzen. Durch das Gefängnis "Gelbes Elend",
welches zu DDR-Zeiten berüchtigt war, erhielt Bautzen fälschlicherweise
ein Makel. Dass die Stadt über ein wunderschönes mittelalterlich-barockes
Bild verfügt, blieb lange ein Geheimnis. In der gemütlichen
Altstadt laden Gasthäuser und Cafés zur Pause ein.
Weiterhin sind barocke Bürgerhäuser und 1500 Baudenkmäler
(!) zu bestaunen. Kulturell wird Bautzen geprägt von der
sorbischen Lebensart. Das Sorbische Nationalensemble und das Deutsch-Sorbische
Volkstheater sind in der Stadt zuhause. Wer mehr über die
Sorben und ihr Leben in der Lausitz erfahren möchte, der
kann im Sorbischen Museum auf drei Etagen so einiges über
ihre Geschichte und Kultur kennen lernen.
Südlich des Lausitzer Berglandes, im äußersten
Zipfel Deutschlands liegt das Zittauer Gebirge. Dichte Wälder
und urige Sandsteinformationen machen es zu einer Naturschönheit.
Die höchste Erhebung ist die Lausche mit 793m. Die bizarren
und eigentümlichen Felsformationen lassen sich am besten
zu Fuß erkunden. Dazu hat man auf dem Oberlausitzer Bergweg
die Möglichkeit. 112 Kilometer schlängelt sich der Pfad
durch und über die Felsen und macht das Naturgenießen
kinderleicht. Weitere sportliche Möglichkeiten sind Klettern,
Mountainbiking sowie im Winter Skilanglauf. Das Zittauer Gebirge
mit seinen Ausläufern ist ein Kur- und Erholungsgebiet mit
tollen Angeboten für jung und alt.
In der südlichen Oberlausitz, am Zittauer Gebirge, wird
die historische Volksarchitektur aufrecht erhalten. Vielerorts
sind die sogenannten "Umgebindehäuser" zu bewundern.
Hierbei handelt es sich um eine spezielle Stützkonstruktion,
die eine wunderbare Verbindung von den Hausbautechniken Fachwerk-,
Block- und Mauerbau möglich macht. Vorzüge der verschiedenen
Bauweisen wurden so einzigartig ergänzt und spiegeln heute
eine lange zurückliegende Tradition wieder. Einige dieser
Häuser sind zu Gaststuben oder Museen ausgebaut.
|