|
Einzigartige Naturlandschaft
Das Zeichen der Schwäbischen Alb ist die Silberdistel. Diese
unter Naturschutz stehende Blume wächst auch in anderen Gegenden
Deutschlands, aber sie findet auf den Kalkböden der Alb besonders
günstige Voraussetzungen. Die typische Landschaft sind die
von schlanken Wacholderbüschen geprägten Trockenrasen,
auf denen neben der Silberdistel auch andere botanische Kostbarkeiten,
wie z.B. verschiedene Arten von Orchideen, gedeihen.
Die Schwäbische Alb bildet die Europäische Wasserscheide.
Die nach Norden fließenden Flüsse münden im Atlantik
(mit Nord- und Ostsee), während die nach Süden abfließenden
Gewässer im Schwarzen Meer enden. An einigen Stellen „kämpfen“
die beiden Flusssysteme um das Wasser. Die Folge davon ist, dass
Bäche und Flüsse in den „geköpften Tälern“
plötzlich verschwinden und unterirdisch ihre Fließrichtung
verändern. Auch die junge Donau verschwindet plötzlich
von der Oberfläche, um an anderer Stelle wieder aufzutauchen.
In dem Kalkgestein der Schwäbischen Alb sind durch chemische
und mechanische Einflüsse zahlreiche Höhlen entstanden.
Beeindruckend sind die Schauhöhlen mit ihren Sinterablagerungen,
Stalaktiten und Stalakmiten, die durch Verbindungen mit unterschiedlichen
Mineralien verschiedene Färbungen zeigen.

Freizeitaktivitäten
Wandern
Der „Schwäbische Albverein“ hat seit rund 100
Jahren ein dichtes Netz von Wanderwegen angelegt und markiert.
Das Angebot „Wandern ohne Gepäck“ bietet insgesamt
17 Tagesetappen mit Streckenlängen zwischen 18 und 24 Kilometern
an.
Wintersport
Durch ihre günstige Höhenlage bietet die Schwäbische
Alb gute Wintersportmöglichkeiten. Für Langläufer
werden zahlreiche Loipen gespurt. An den Hängen bringen Skilifte
die Abfahrer zu ihren Startplätzen. Rodel- und Kunsteisbahnen
bieten Wintervergnügen für Alt und Jung.
Segelfliegen, Paragliding, Drachenfliegen
Von zahlreichen Flugplätzen aus starten die lautlosen Flugzeuge,
um die reizvolle Landschaft aus der Vogelperspektive zu genießen.
Paraglider und Drachenflieger finden genügend Hänge
zum Starten.
Brauchtum
Das überlieferte Brauchtum der Region erreicht einen besonderen
Höhepunkt in der „fünften Jahreszeit“. Jedes
Jahr beginnt am 11.11 um 11.11 Uhr die Schwäbisch-Alemannische
Fasnet. In vielen Städten und Dörfern erwachen historische
Bräuche und bei den Festumzügen werden individuelle
Kostüme getragen. Am „Funkensonntag“, dem Sonntag
nach Aschermittwoch, soll die kalte Jahreszeit beendet sein und
die Schwäbische Alb zu neuem Leben erwachen.
|