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Der Westerwald

Das Lied "Oh, du schöner Westerwald ..." hat mit seiner einprägsamen Marschmelodie den Westerwald bekannt gemacht. Der Text spricht davon, dass im Westerwald dauernd ein kalter Wind pfeift. Diese Aussage ist jedoch einseitig. Der häufige Wind sorgt zwar für frische Luft auf den Bergen, in den niedrigen Regionen wie z.B. im Rheintal herrscht aber ein mildes Klima. Die Höhenlagen des Westerwaldes bewegen sich zwischen 50 und 650 Metern ü.d.M.. Das hat starke Temperaturschwankungen zur Folge. Jede Jahreszeit - Frühling, Sommer, Herbst, Winter - übt ihre eigene Faszination im Westerwald aus.

In allen vier Himmelsrichtungen wird der Westerwald durch Flüsse und deren Täler begrenzt: Im Norden bilden das Tal der Sieg und im Westen der Rhein die Grenze. Im Osten sind es das Tal der Dill und im Süden die Lahn. Die zentralen Gebiete sind der "Hohe und Obere Westerwald" sowie der "Vordere und Untere Westerwald mit Wiedtal".

Die wichtigsten Verkehrsbindungen für Autofahrer sind die Bundesautobahnen A 3 und A 45, die in Nord-Süd-Richtung den Westerwald durchqueren, und die Bundesautobahn A 48, die vom Dernbacher Dreieck westlich über den Rhein nach Koblenz führt.

Eine Hauptverkehrslinie der Eisenbahn führt rechtsrheinisch vom Ballungszentrum Rhein - Main in nördlicher Richtung nach Köln und weiter ins Ruhrgebiet.

Der Westerwald mit seinen unterschiedlichen Landschaften bietet Feriengästen viele Naturschönheiten, historische Denkmale sowie eine Fülle von Freizeitmöglichkeiten in frischer und sauerstoffreicher Luft. Der größte Reichtum des Westerwaldes ist der Wald. Das Wegenetz bietet Wanderern und Radfahrern fast unbegrenzte Möglichkeiten. Hier hat sich der Westerwald-Verein durch die Anlage von überregionalen Streckenwanderwegen und gut ausgeschilderten regionalen Rundwanderwegen besondere Verdienste erworben.

Das Gebiet des "Hohen Westerwaldes" strahlt mit seinen zahlreichen Naturschönheiten zu allen Jahreszeiten einen besonderen Reiz aus. Dazu gehören mit der Fuchskaute (657 Meter ü.d.M.), dem Stegskopf (654 Meter ü.d.M.) und dem Salzburger Kopf (653 Meter ü.d.M.) die höchsten Erhebungen des Westerwaldes. Dazwischen liegen weite Waldgebiete, Wiesen- und Heideflächen.

Im Hohen Westerwald gibt es auch große Wasserflächen, die teilweise unter Naturschutz stehen:

Die Krombachtalsperre, der Secker Weiher und der Wiesensee sind begehrte Freizeit- und Feriengebiete. Auf einem Hochplateau liegen sieben Seen, die der Region den Namen "Westerwälder Seenplatte" einbrachten. Sie werden durch den 7-Weiher-Rundwanderweg erschlossen.

Durch die günstige Höhenlage zwischen 400 und 600 Metern ü.d.M. ist im Gebiet des Hohen Westerwaldes ein attraktives Wintersportgebiet mit gespurten Langlaufloipen und einer Rodelbahn entstanden. Mehrere Skilifte bringen Abfahrer zu den Pisten, die abends durch Flutlicht erhellt werden.

Die Wied im Naturpark Rhein-Westerwald fließt eingebettet zwischen bewaldeten Höhen zum Rhein hin. Das ca. 30 Kilometer lange Teilstück gehört zu den schönsten des Flusslaufes und ist ein beliebtes Revier für Kanuwanderer.

Die Raiffeisenstraße von Hamm / Sieg über Altenkirchen, Weyerbusch, Flam­mersfeld nach Neuwied trägt den Namen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, einem der bedeutendsten Männer des Westerwaldes.

Er wurde im Jahr 1818 in Hamm / Sieg geboren. Während seiner Tätigkeiten als Bürgermeister in Weyerbusch (1845 - 1848), Flammersfeld (1848 - 1852) und Heddesdorf (1852 - 1865) gründete er mehrere soziale Vereine zur Selbsthilfe. 1888 starb er in Neu­wied-Heddesdorf. Das Kannenbäckerland im südwestlichen Westerwald ist bekannt geworden durch das handgefertigte graublaue, salzglasierte Steinzeug. Das Grundmaterial ist das "weiße Gold" des Westerwaldes, das seit mehr als zweieinhalb Jahrtausenden gewonnen und verarbeitet wird. Die Keramikindustrie setzt seit dem vorigen Jahrhundert die Tradition des Töpferhandwerks fort.  Die mit einem blauen Krug auf braunem Grund markierte Kannenbäckerstraße führt zu rund 40 Töpfereien und Keramikfabri­ken, die besichtigt werden können. Sehenswert sind das Keramikmuseum in Höhr-Grenzhausen und drei private Museen im Kannenbäckerland.

Im Siegtal und den angrenzenden Gebieten wurde bereits vor mehr als 2 000 Jahren Eisenerz geborgen und Eisen verhüttet. Heute ist der Bergbau vollständig eingestellt. Zwei sehenswerte Museen vermitteln der heutigen Generation einen Einblick in den einst wichtigen Wirtschaftszweig: Das ehemalige Erzbergwerk "Grube Bindweide" in Steinebach / Siegund das Bergbaumuseum in Herdorf-Sassenroth.

Für Wassersportler mit Kanus und Kajaks, Paddelbooten und Kanadiern hat die Landschaft des Lahntales einen besonderen Reiz.

Fahrgastschiffe verkehren auf der Lahn und über Bad Ems bis zum Rhein und zur Mosel.

Bergisches Land - Land der Elemente

Im Land der Elemente gerät selbst ein Kurzbesuch zur Entdecker-Tour: Das Bergische Land bietet nicht nur Großstädtern die einmalige Mischung aus reizvoller Landschaft, frischer Luft, viel Wasser für Sport und Erholung - und einem riesigen Angebot an geschichtlichen und kulturellen Höhepunkten bis hin zum Tanztheater Pina Bausch.

Zwischen Rhein, Ruhr und Sieg erstreckt sich entlang der Wupper eine der inter­essantesten Regionen Deutschlands: mit der ursprünglichen Landschaft an Flüssen und Seen, dem großstädtischen Kultur- und Sportangebot des Städtedreiecks Wuppertal-Solingen-Remscheid, dem Flair der historischen Fachwerkhäuser - und der einmaligen Dichte von industrie- und verkehrshistorischen Denkmalen. So zeugen die Stahlkonstruktionen der Wuppertaler Schwebebahn und Deutschlands höchster Eisenbahnbrücke, der 107 Meter hohen Müngstener Brücke, seit über 100 Jahren vom bergischen Erfindergeist.

Burgen im Oberbergischen sowie Schloss Burg an der Wupper, Stammsitz der Grafen zu Berg, erinnern an den frühen Stolz der Region. Der Ausflugsort samt Seilbahn und die vielen historischen Märkte wie der Vieh- und Krammarkt in Waldbröl ziehen heute die Besucher an.

Zahlreiche Museen wie Deutsches Klingenmuseum und Kunstmuseum Baden in Solingen, Deutsches Werkzeugmuseum und Röntgenmuseum  in Remscheid sowie Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal sind von nationaler Bedeutung. Geschichte wird zudem in den Rheinischen Industriemuseen Solingen, Engelskirchen und Bergisch-Gladbach sowie im Freilichtmuseum Lindlar und im Eisenbahnmuseum Dieringhausen lebendig.

Siegerland

Naturnahe Landschaftserlebnisse im Siegerland - Wittgenstein. 64 % der Kreisfläche sind mit Wald bedeckt: Nadel - und Laubwälder - wirklich noch von Horizont zu Horizont. Von den Bergen - bis 800 Höhenmeter im Naturpark Rothaargebirge im Wittgensteiner Land - hat man prächtige Rund- und Fernblicke über diese Landschaft!

Siegen - Wittgenstein hat viel erlebt - und aus allen Epochen Schönes bewahrt: Erleben Sie historische Städte und Ortsteile, Schlösser, Burgen, Fachwerkhäuser, kunstvolle Fassaden, historische Gassen, technische Kultur- sowie historische Baudenkmäler und sonstige Kleinode, die Geschichte machten. Nehmen Sie an einer organisierten Gruppenreise teil. Es gibt viele Meilensteine bewegter Vergangenheit und interessanter Gegenwart anzusehen. Heutzutage allerdings in moderneren Bussen als abgebildet.